Donnerstag, 15. Oktober 2015

Die Kathedrale von Palma

Vielleicht habe ich das richtige Palma noch nicht gesehen, vielleicht war aber auch Ende Juli kein geeigneter Zeitpunkt, sich die Stadt anzusehen... Wie auch immer, Palma, die hochgerühmte und allseits geschätzte Stadt hat mir nicht besonders gut gefallen... 


Unsere Besichtigung starteten wir mit der Kathedrale La Seu. Während ich der Stadt keine grosse Sympathie entgegenbringen konnte, hatte mich die Kathedrale sofort verzaubert. Sie gilt zurecht als eine der schönsten Kathedralen der Welt.
Stundenlang hätte ich in dem beeindruckenden Gebäude herumschlendern können und hätte noch nicht alles gesehen.



La Seu, wird auch "Kathedrale des Lichts" genannt und das zu recht. Durch die 61 seitlichen Buntglasfenstern und die beiden grossen Fensterrosetten am Ost- und Westende der Kirche fliesst das Licht und taucht das Hauptschiff in ein Meer aus Farben. Offenen Mundes verweilt man am grossen Portal und bewundert das herrliche Licht- und Farbenspiel.




Die Kathedrale hat viele Kapellen, die jede für sich betrachtenswert ist. Mich persönlich hat aber die Capella de Sant Pere nachhaltig beeindruckt. Der mallorquinische Künstler Miquel Barcelo schuf ein unglaubliches Monumentalwerk, welche die gesamte Kapelle auskleidet und die "Speisung der 5000" darstellt.


Dieses aus Keramik bestehende Werk ist gleichsam gruselig wie faszinierend. Düster und modern ist es wie ein Fremdkörper in der ansonsten so klassischen Kirche. Dennoch zieht gerade diese Kapelle unglaublich viel Aufmerksamkeit auf sich und das, wie ich finde, mit Recht.



Für mich ist die Kathedrale ein absolutes Muss, wenn man in Palma weilt. 

Was den Rest der Stadt angeht, so werde ich es bei einem nächsten Besuch noch einmal mit ihr versuchen und hoffe, dass sie mir dann ihre von vielen so geliebte Seite zeigt... Vielleicht hat der eine oder andere ein paar Tipps für mich??? 

Auf dem Rückweg fanden wir noch ein wunderschönes, kleines Restaurant "Can Mateu" in Algaida, wo wir eingekehrt sind und lecker Spanferkel gegessen haben. Ein sehr versöhnlicher Abschluss eines etwas durchwachsenen Tages... 

Einen wunderschönes Wochenende wünsche ich euch, macht etwas Schönes draus...

Habt es schön!

Bea

Montag, 12. Oktober 2015

Pollenca oder 365 Stufen für einen wunderschönen Ausblick

Auf dem Rückweg vom Cap de Formentor, machten wir noch schnell Halt in Pollenca, einem malerischen Ort im nördlichen Teil der Serra de Tramuntana. Verwinkelte Gässchen, malerische Natursteinhäuser und liebevoll eingerichtet Boutiquen laden zum Bummeln und Verweilen ein.


Bekannt ist Pollenca unter anderem für den Kalvarienberg mit seiner kleinen Kapelle, zu der eine Treppe mit 365 Stufen hinaufführt. Jede Stufe steht für einen Tag im Jahr. Wenn man den Kalvarienberg erklimmt, ist man angehalten, das Jahr Revue passieren zu lassen. Beim Hinuntergehen darf man seine Wünsche für das kommende Jahr ans Universum schicken.
Diesen Berg habe ich meine Lieben dann bei gefühlten 40 Grad im Schatten raufgejagt. Oben angekommen kam als erstes die Frage auf: "Warum haben wir uns jetzt hier hoch gequält?". Als ich auf die kleine Kapelle und den herrlichen Rundumblick hinwies, sah ich kein Lächeln auf den Gesichtern meiner Begleiter, sondern eher Unverständnis und einen Anflug von Mordlust....


Ok, die Kapelle gibt wirklich nicht viel her, aber der Rundumblick ist aller Mühe wert. Man kann zum Cap de Formentor, über die Häfen Pollenca und Alcudia sehen... Einfach wunderschön! Und..., bei 40 Grad im Schatten findet man an diesem Ort mitten im Hochsommer auf Mallorca nur sehr, sehr wenig Menschen. Allein dafür hat sich doch der Aufstieg gelohnt.



Auf dem Weg runter sind wir im sol y tierra eingekehrt, einem kleinen Laden, der sich auf mallorquinisch hergestellte Produkte ohne künstliche Zusatzstoffe spezialisiert hat. Hier ist man als Foodie am Ort seiner Träume.
Annette, die Besitzerin, ist unglaublich nett. Man darf alles probieren, sich einmal durch die wunderbaren Essige schlemmen, das herrliche Olivenöl kosten, Gewürzmischungen probieren... Ich hätte soooo viel mitnehmen können, aber leider hat so ein Koffer ein klar umrissenes Volumen. Und so entschieden wir uns letztlich für zwei Sorten Essig (einmal Brombeeressig und ein Zitronenessig - himmlisch) und eine Gewürzmischung mit heimischen Mandeln.






Das sol y tierra hat aber auch einen Onlineshop, wo man die mallorquinischen Spezialitäten nach Hause bestellen kann. Aber natürlich kann man den Charme dieses Lädchen dann nicht geniessen. Also bleibt wohl nicht anderes übrig, als eine Flug nach Mallorca zu buchen...

Ich wäre sofort wieder dabei... Allerdings beim nächsten Mal eher in der Nebensaison!!!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche!

Habt es schön,

Bea


Freitag, 18. September 2015

Ein Ausflug in den Norden - Formentor

Einer der spektakulärsten Ausflüge, die man auf Mallorca unternehmen kann, ist die Fahrt zum Cap de Fromentor, der nördlichsten Spitze der Insel.

Von Alcúdia fahren wir Richtung Norden. In Port de Pollenca startet die Strasse zum Kap. Kurvenreich schlängelt sie sich die Berge hinauf. Wer hier, so wie wir, in der Hochsaison auf Erkundungstour geht, sollte Zeit und Geduld mitbringen, denn viele Autos und Busse haben den gleichen Weg. 
Aber das tut der Eindrücklichkeit der Landschaft keinen Abbruch und man kann die Wartezeit gut nutzen, ein paar Bilder aus dem Auto zu schiessen.


Erster Halt wäre eigentlich Mirador es Colomer - wo eine grosse Landzunge ins Meer hinausrag, die perfekt für grossartige Fotos herhalten könnte - aber wir haben keine Lust, die Szenerie mit Busladungen voller Touristen zu teilen und so fahren wir erst mal daran vorbei.


Es geht immer weiter hinauf und wir machen Halt an einem der vielen kleine Haltebuchten. Die Aussicht ist atemberaubend. Die steinigen Felsformationen fallen entweder steil ab oder laufen sanft aus, enden aber alle im kristallklaren Wasser.
Ein Tourist sagt uns, dass sich das Weiterfahren nicht lohnt, da es am Kap viel zu voll wäre. Wir, eher von der Fraktion "ungläubiger Thomas" (bibelfeste Leser haben es jetzt einfacher), glauben dennoch nur was wir sehen und so machen wir uns optimistisch auf, zum nächsten Programmpunkt.



Und siehe da, gut haben wir uns mit eigenen Augen überzeugt, denn natürlich kommen wir zum Kap, dem nördlichesten Punkt der Insel - dahinter hört die Welt auf, die mallorquinische Welt. Das Auto wird irgendwo am Strassenrand geparkt, die letzten Meter legen wir zu Fuss zurückgelegt werden. Aber das ist überhaupt keine Problem und für jeden gesunden Menschen zu schaffen.


Der Ausblick, der sich hier bietet, ist wunderschön. Eine Fahrt hierher hat sich in jedem Fall gelohnt, auch wenn wir die Strasse mit ganz vielen Menschen und ein paar Ziegen teilen müssen...



Zurück geht es die gleiche Strasse. Kurz überlegen wir, an der wunderschönen Bucht "Cala Figuera" anzuhalten, einzig all die vielen Anderen schrecken uns und so machen wir nur ein paar tolle Fotos, schmeissen ein paar sehnsuchtsvolle Blicke runter und fahren weiter.


Jetzt machen wir dann auch Halt am Aussichtspunkt "Mirador es Colomer", es stehen gerade keine Busse da und wir schlendern von einer Aussichtsterrasse zur nächsten und machen ganz viele Fotos. Kaum zu glauben, aber wir sind fast alleine hier und geniessen die Natur und die Ruhe...


Dieser Ausflug ist in der Tat einer der Schönsten, den wir auf Mallorca gemacht haben. Die Natur ist spektakulär und atemberaubend schön, sie lässt einen zur Ruhe kommen und erdet wieder.

Eine wahre Erinnerungsflut überrollt mich, wenn ich meine kleinen Reiseberichte schreibe und ich schmecke das Salz in der Luft, das Meer rollt in kleinen Wellen heran, ein warmer Wind zerzaust mir die Haare und die Sonnenstrahlen wärmen mein Gesicht.
Gut, darf ich morgen schon wieder verreisen. Irgendwie muss unter meinen Vorfahren ein Nomade gewesen sein, ich bin so gerne unterwegs.

Und ihr, liebt ihr das Reisen auch so sehr wie wir?

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende.

Habt es schön!

Bea


Montag, 14. September 2015

Insalata Caprese neu interpretiert...

Ihr werdet sicher schon gemerkt haben, dass die Posts vereinzelt kommen und ich lange Pausen zwischen einzelnen Beiträgen mache. Woran das liegt?
Zum einen liegt es daran, dass ich im Leben 1.0 gerade sehr viel um die Ohren habe, die Familie und der Job verlangen fast meine ganze Aufmerksamkeit. Nach einem 12-Stunden-Tag im Büro habe ich oft zu Nichts mehr Lust und freue mich auf einen zugegeben kurzen Abend auf der Couch bei einem guten Film oder einem noch besseren Buch.

Leute, die mich kennen, werden fragen: "Was hat sich geändert, so war dein Leben schon lange..." Stimmt, aber das heisst ja nicht, dass man es auch weiterhin so führen muss. Ich habe festgestellt, dass mir ein bisschen mehr Ruhe und ein klein wenig mehr Entspannung gut tun... Und, das ich dem "ich habe heute keine Lust"-Gefühl auch mal nachgeben darf. Ich höre Herr G. jetzt sagen: "Hört, hört - das sage ich schon lange..." Und ich habe mal, ganz entgegen meinen Gewohnheiten, auf ihn gehört. :-)

Aber - böse Falle, dem süssen Nichtstun erliegt man nur zu leicht und so ist es nicht verwunderlich, dass ich schwer wieder in Gang komme, blogmässig... Ich hab sogar schon übers Aufhören nachgedacht, konnte mich dabei aber irgendwie selber nicht ernst nehmen. Natürlich will ich weiterschreiben, denn das räumt auch meinen Kopf ein bisschen auf, hält viele schöne Erinnerungen fest und macht mir Freude. Und darum geht es doch in erster Linie, dass es einem Freude macht. 

Damit ich mich im Leben aber nicht mal selbst überhole (und die Gefahr ist doch sehr gross), werde ich die Posts auf maximal 2 pro Woche beschränken. Wer selber blogt, weiss, dass das noch Arbeit genug ist. Den Rest der Zeit widme ich meiner Familie (das Frl steckt mitten in den Abiturvorbereitungen und braucht auch Zeit) und meinen anderen Hobbys (ein Problem in meinem Leben ist auch, dass ich so viele Sachen gerne mache, dass meine geringe Freizeit ohnehin nicht ausreicht...), der Natur und manchmal auch einfach dem süssen Nichtstun. 


So, nun aber genug der Vorrede. Jetzt geht es genussreich weiter. Heute habe ich ein Rezept für euch, dass mir auf Mallorca in einem wunderbaren Restaurant in den Sinn kam - Insalata Caprese neu interpretiert.

Tomaten mit Mozzarella ist etwas, was viele gerne und oft essen. Aber warum das Ganze nicht mal in ein neues Gewand packen... Gesagt, getan. Meine Tomaten - Mozzarella Variante besteht aus einer kalten Tomatensuppe mit Mozzarellatoping und einem Basilikum - Mouse auf Pumpernickel. Es ist eine perfekte Vorspeise für eine grosse Gruppe, denn alles lässt sich super vorbereiten.


Für die Suppe:
1kg Tomaten
2 Paprika
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Salatgurke
1/2 Liter Tomatensaft
Tabasco
Salz, Pfeffer, Chili
Mozzarellakugeln

Für die Creme:
1 grosse handvoll Basilikumblätter
100g Frischkäse
1EL Saure Sahne
Salz, Pfeffer

Die Tomaten auf der unteren Seite einritzen und mit heissem Wasser überbrühen. So lässt sich die Haut besser entfernen. Die Tomaten, Gurke und Paprika entkernen und klein schneiden. Die Gurke wird vorher noch geschält.
Die Zwiebel kleinschneiden und zusammen mit dem Gemüse, dem ausgedrückten Knoblauch und den Gewürzen in einen Topf geben. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Anschliessend das Gemüse mit dem Stabmixer pürieren und mit Tomatensaft strecken. In kleine Gläser füllen.

Mozzarellakugeln auf einen Spiess stecken und über die Gläschen legen.

Nun die Basilikumblätter mit dem Frischkäse, der sauren Sahne, Salz und Pfeffer in einen Mixer geben und solange pürieren, bis eine homogene Masse entsteht. Diese in einen Spritzbeutel füllen und auf rund ausgestochene Pumpernickelbrote geben. In Deutschland gibt es die bereits fertig zu kaufen, in der Schweiz muss man ein bisschen mehr Arbeit leisten...


Wie ihr seht, kann man alles wunderbar vorbereiten und wenn die Gäste kommen braucht man nur noch anrichten und servieren.
Ich liebe solche Rezepte, denn man hat als Gastgeber Zeit für seinen Besuch und steht nicht nur in der Küche...

Da es nun schon merklich kühler wird, kann man diese Vorspeise auch wunderbar mit einer warmen Tomatensuppe servieren. Viel Spass beim Probieren!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche. Noch 5 Tage arbeiten, dann geht es für eine Woche ins wunderschöne Südtirol, ich freu mich!

Habt es schön!

Bea

Mittwoch, 2. September 2015

Die Altstadt von Alcudia

Heute geht die Reise nach Alcúdia. Dieses wunderschöne mittelalterliche Städtchen liegt im Nordosten der Insel und ist auf alle Fälle Ausflug wert, auch für Kulturreisende. 
Von einem zinnenbewehrten Mauerring umgeben, lockt Alcudia vor allem mit prächtig erhaltenen Gebäuden aus dem 13 - 17. Jahrhundert, schmalen Gässchen, Strassencafés, die zum Verweilen und tollen kleinen Läden, die zum Bummeln einladen. 


Unser Stadtbummel beginnt mit einem Besuch der Kirche Sant Jaume, deren Rückwand einst ein Teil der Stadtmauer war. Da wir an diesem Morgen sehr früh auf den Beinen sind, haben wir nicht nur die Kirche ganz für uns, auch viele Gassen sind noch menschenleer. Eine echte Besonderheit im hochsommerlichen Mallorca. 





Von Sant Jaume ging es durch kleine Gässchen, in denen uns nur ein paar Katzen begegneten in die Altstadt. Nach einem Kaffee in einem der vielen kleinen Restaurants, bummelten wir durch die kleinen, sehr individuellen Lädchen und fanden hier und dort eine Kleinigkeit.
Für mich ist Alcúdia eines der schönsten Örtchen auf der Insel...





Im Westen der Stadt kann man ein Stück auf dem alten Stadtmauerring entlang spazieren. Es lohnt sich, die ausgetretenen Stufen zu erklimmen, denn oben hat man einen wunderbaren Rundumblick und kann ein paar verstohlene Blick in Alcúdias Hinterhöfe werfen.
Wo die Stadtmauer Mauerteile eingebüsst hat, wurden Brücken geschlagen, insgesamt zwei. Leute mit Höhenangst werden es nicht sehr geschickt finden, dass man durch das Bodengitter gucken kann... Aber Gott sei Dank sind die beiden Abschnitte nur 5 bis 6 Meter lang und wenn man nicht runterguckt, ist es zu schaffen... :-)





Ein Tagesausflug nach Alcúdia ist für mich der Inbegriff eines perfekten Urlaubstages. In einem Strassencafé sitzen, das sich an einen sonnenbeschienen, mittelalterlichen Platz schmiegt und Leute beobachten, die durch die bunte Stadt schlendern (immer den Foto im Anschlag), in kleinen Boutiquen nach Schätzchen tauchen, alte Gemäuer betrachten und sich vorstellen, wie die Menschen hier lebten vor 500 Jahren - und über all dem die strahlende Sonne von Mallorca. Das öffnet das Herz!

Jetzt hab ich akutes Fernweh... Ihr auch?

Ich wünsch euch einen schönen Tag, habt es schön!

Bea